Am Sonntag waren wir mit Steffi und Christina (und Habca, Kalle, Kaya, Bhyi-Bo, Peggy, Daja, und Knox) in Bad Kreuznach, um das Herr-und-Hund-Restaurant "Wolf" und die umgebenden Spazierwege auf Hunderundentauglichkeit zu testen. Durchaus geeignet, am Pfingstsonntag wollen wir gemeinsam dorthin fahren.
Und dann war da zufällig dieser Hundeplatz, mit gemähter Wiese und unzähligen Agilitygeräten ... und das Tor war offen...
Hachja, ich sehe ja ein, dass Habca kein Agility-Chmpion mehr wird. Es gibt einfach eine Menge Sachen, die ihr mehr Spaß machen. Aber ich will trotzdem, mit gaanz viel Zeit und Ruhe und Disziplin (meinerseits) und Übung hinkriegen, dass wir einen einfachen Parcours laufen können und dabei beide Spaß haben. Wenn das zehn Jahre dauert - okay. ;-)
Vor allem heißt das für mich, dass ich zwei Dinge besser lernen muss: Meinen sturen Hund zu etwas motivieren, wozu er erstmal nicht soo viel Lust hat, ohne sie zu verunsichern. Klar, Dummies, Frisbees, Bälle, FunMots, da ist sie heiß drauf, da lernt sie gerne. Agilitygeräte oder genau da lang gehen wo ich es gerne hätte interessieren sie erstmal nicht so. Und Futterbelohnung eben auch nur mäßig. Wenn ich aber zu viel Show mache und rumhample, geht sie ein paar Schritte weg, guckt mich skeptisch an und gähnt.
Der zweite Punkt hängt damit zusammen: Mit Habca muss man sehr klar sein. Weil sie einerseits ganz doll ihren eigenen Kopf hat, und auch klug ist, und nicht sooo leicht zu begeistern - und weil sie andererseits, gerade von mir, ganz leicht zu verunsichern ist und dann lieber gar nichts mehr macht. Wir sind aber ja nun beide Anfänger, beide nicht so sicher. Meine Führtechnik ist also einfach viel zu schlecht, und Habca führt mir das völlig gnadenlos vor. Zum Glück ist das etwas, was wir auch ohne Hindernisse üben können, und was uns auch in anderen Bereichen nützlich sein kann!
Es war klasse für mich, dass F. auch eine Agilitykombination (Reifen, Sprungtonne, A-Wand, Hürde) mit Habca gelaufen ist, denn beim Beobachten sieht man das alles viel deutlicher. Ihm hätte ich sagen können: Da haben die Schultern woanders hingezeigt, da hast Du dich zu sehr runtergebeugt, da hast Du selbst abgestoppt, usw. (der arme Kerl!). Wenn man selbst läuft und der Hund rennt schon wieder an der Hürde vorbei, denkt man eher: Hä, wieso das denn jetzt schon wieder, ich dachte Du hättest es kapiert!
Wie auch immer, ich freue mich immer noch total wenn ich einen Platz mit Agilityhindernissen sehe, und ich hoffe eines Tages finde ich mal einen, den ich mit Habca ganz in Ruhe nutzen kann, so wie ich mir das vorstelle...