Mittwoch, 27. Mai 2009

Gelesen: "Die Hündin"


Dieses Buch wollte ich ja schon lange einmal kaufen, jetzt habe ich es glücklicherweise in der Stadtbücherei gefunden. Glücklicherweise, weil es dann doch nicht sooo viel hergibt. Das "Wesen" der Hündin schloß mir die Autorin zu oft von den Hündinnen in ihrem Bekanntenkreis. Aber als Wesensskeptiker und noch dazu als jemand der die neuere philosophische feminisitsche Debatte zumindest interessiert mitverfolgt hat bin ich vielleicht auch ein allzu kritischer Leser. Meine eigene Hundeerfahrung reicht nicht, um zu sagen "Rüden sind so, Hündinnen sind so", aber ich habe eben den Verdacht, das mit solchen grundsätzlichen Aussagen eben grundsätzlich etwas nicht stimmt...
Für mich besonders interessant waren die Informationen (und Bilder!) zu Trächtigkeit, Geschlechtsapparat und Anatomie der Hündin und zur Geburt und Welpenaufzucht.

Fazit: Kaufen muss man es nicht, aber zum Blättern und nach Interesse stellenweise Lesen lohnt es sich.

Ob ich jetzt das hier auch noch lese?

Dienstag, 26. Mai 2009

Ottilie reloaded

Gestern konnten wir endlich Ottilie aus der Klinik abholen. Sie hatte nach ihrem Unfall lange im Schockraum gelegen und musste sich mehreren Operationen unterziehen.
Von der behandelnden Chirurgin, OÄ Frau Dr. Miri, erfuhr ich, dass Ottilie einiges an Gewicht und Länge verloren hat. Wir sollten uns bei ihrem Anblick nicht erschrecken. Ihre Hinterbeine und ihr Schwanz mussten amputiert werden, konnten aber dann an ihren Rumpfstumpf wieder angenäht werden. Um volle Beweglichkeit in den Hinterläufen zu erhalten, sollte sie intensiv Gymnastik betreiben und massiert werden. Habca erklärte sich gleich bereit, das zu übernehmen. Eine klaffende Wunde unter dem rechten Auge konnte nur durch eine Eigenhautspende geschlossen werden. Ob die Sehkraft auf diesem Auge erhalten bleibt, ist noch unklar.


Habca und ich sind aber überhaupt nicht erschrocken, als wir Ottilie endlich wieder in unsere Arme schließen konnten. Habca hatte schon einige Zeit ungeduldig wuffend vor dem Arztzimmer gesessen, während die letzten Nähte überprüft und die Entlasungspapiere ausgestellt wurden. Dann trug sie Ottilie sorgsam nach Hause und begann auch gleich mit der Massage.

Heute morgen waren F. und ich sehr gerührt, als Ottilie nach so vielen Wochen gleich wieder ihre Rudelpflichten wahrnahm und uns wecken kam. Der Sprung ins Bett fällt ihr mit ihrem kürzeren Körper sogar leichter!

Freitag, 22. Mai 2009

Hach, wie schön

Beim Sachkundenachweis antwortet man besser brav, der Hund müsse "autoritär" geführt werden und stets dominiert, und bekannte große Hundeschulen reden eifrig von Hunden, die ihre Menschen kontrollieren, denen man "Privilegien" entziehen müsse und ihre niedergeordnete Stellung klarmachen.

Ich denke, man muss weder Anders Hallgren rezitieren können noch ein Hundepsychologiestudium absolvieren, um festzstellen, dass da irgendwas nicht zu stimmen scheint, dass da irgendwas sehr menschlich gedacht ist - um zu sagen: "Moment, das hier ist aber kein wilder Wolf in meiner Wohnung, das ist mein Freund in schwarzem Fell, und ob ich zuerst esse oder sie wird daran schwerlich etwas ändern."

Schön ist, wenn irgendwelche vernünftige Wissenschaftler sich daraufhin die Interaktionen zwischen Hunden (nicht Wölfen) nochmal genau anschauen und zu Schlüssen kommen wie "Dominanz ist 'Herrchens' Denkfehler".

Danke Annika für den Surftipp!

Lieber Kalle


Lieber Kalle,

ich weiß, ich war nicht immer nett zu Dir, als Du hier warst. Aber ich habe das Gefühl, Du hast mir schon verziehen, oder?

Jedenfalls wollte ich Dir sagen, dass ich zwei Babys bekommen habe, und da ich im Moment keine anderen männlichen Freunde habe, denke ich, dass nur Du der Vater sein kannst.
Ich habe sie Bunttau und Grünweißtau genannt, gefällt Dir das?

Man kann mit ihnen schon prima spielen! Ich passe gut auf sie auf.

Nur ein Problem gibt es: Ich habe gehört, wie Miriam und F. darüber sprachen, mir meine Babys wegzunehmen! Irgendwie hat es damit zu tun, dass ich auch keine Milch habe? Und mehr unternehmen soll in den nächsten Tagen?

Kannst Du mir helfen?

Deine Habca

Donnerstag, 21. Mai 2009

Mein Hundebett

Mein Hundebett hat einen erhöhten Rand, damit ich mich sicher fühle. Es ist weich, kuschelig und sogar warm temperiert.

Da man es gut transportieren kann, kann ich es überall mit hin nehmen, auch in die Ferien.

Außerdem ist es genau an meine Größe und Körperform angepasst! Es riecht sogar gut, ein bisschen nach Frauchen... ;-)

Habt Ihr auch so tolle Betten?

Mittwoch, 20. Mai 2009

Zu Hilfe!


"Äh, Frauchen, was hast Du vor?"
"Ach weißt Du, ich dacht, ich pack den ganzen Kram in einen Sack, stecke Dich dazu, werfe den Sack der Steffi über den Zaun - und morgen komm ich Dich sauber und filzfrei wieder abholen."
Pause.
"Puh, und ich dachte schon, Du wolltest mich kämmen."
Pause.
"Habca? Das war ein Scherz. Und jetzt komm her."

Dienstag, 19. Mai 2009

Hundespaß in Bad Kreuznach

Am Sonntag waren wir mit Steffi und Christina (und Habca, Kalle, Kaya, Bhyi-Bo, Peggy, Daja, und Knox) in Bad Kreuznach, um das Herr-und-Hund-Restaurant "Wolf" und die umgebenden Spazierwege auf Hunderundentauglichkeit zu testen. Durchaus geeignet, am Pfingstsonntag wollen wir gemeinsam dorthin fahren.

Und dann war da zufällig dieser Hundeplatz, mit gemähter Wiese und unzähligen Agilitygeräten ... und das Tor war offen...

Hachja, ich sehe ja ein, dass Habca kein Agility-Chmpion mehr wird. Es gibt einfach eine Menge Sachen, die ihr mehr Spaß machen. Aber ich will trotzdem, mit gaanz viel Zeit und Ruhe und Disziplin (meinerseits) und Übung hinkriegen, dass wir einen einfachen Parcours laufen können und dabei beide Spaß haben. Wenn das zehn Jahre dauert - okay. ;-)

Vor allem heißt das für mich, dass ich zwei Dinge besser lernen muss: Meinen sturen Hund zu etwas motivieren, wozu er erstmal nicht soo viel Lust hat, ohne sie zu verunsichern. Klar, Dummies, Frisbees, Bälle, FunMots, da ist sie heiß drauf, da lernt sie gerne. Agilitygeräte oder genau da lang gehen wo ich es gerne hätte interessieren sie erstmal nicht so. Und Futterbelohnung eben auch nur mäßig. Wenn ich aber zu viel Show mache und rumhample, geht sie ein paar Schritte weg, guckt mich skeptisch an und gähnt.

Der zweite Punkt hängt damit zusammen: Mit Habca muss man sehr klar sein. Weil sie einerseits ganz doll ihren eigenen Kopf hat, und auch klug ist, und nicht sooo leicht zu begeistern - und weil sie andererseits, gerade von mir, ganz leicht zu verunsichern ist und dann lieber gar nichts mehr macht. Wir sind aber ja nun beide Anfänger, beide nicht so sicher. Meine Führtechnik ist also einfach viel zu schlecht, und Habca führt mir das völlig gnadenlos vor. Zum Glück ist das etwas, was wir auch ohne Hindernisse üben können, und was uns auch in anderen Bereichen nützlich sein kann!

Es war klasse für mich, dass F. auch eine Agilitykombination (Reifen, Sprungtonne, A-Wand, Hürde) mit Habca gelaufen ist, denn beim Beobachten sieht man das alles viel deutlicher. Ihm hätte ich sagen können: Da haben die Schultern woanders hingezeigt, da hast Du dich zu sehr runtergebeugt, da hast Du selbst abgestoppt, usw. (der arme Kerl!). Wenn man selbst läuft und der Hund rennt schon wieder an der Hürde vorbei, denkt man eher: Hä, wieso das denn jetzt schon wieder, ich dachte Du hättest es kapiert!

Wie auch immer, ich freue mich immer noch total wenn ich einen Platz mit Agilityhindernissen sehe, und ich hoffe eines Tages finde ich mal einen, den ich mit Habca ganz in Ruhe nutzen kann, so wie ich mir das vorstelle...

Mittwoch, 13. Mai 2009

Frühjahrsmüdigkeit

Habca ist in letzter Zeit ein bisschen träge. Abends geht sie vor uns ins Bett, und morgens nimmt sie ihre Weckpflicht nicht so genau. Draussen ist sie fit und unternehmungslustig - so lange sie es nicht zu warm findet - , aber drinnen schläft sie ausgiebig und genießerisch.

Heute wurde ihr der Rückweg vom Morgenspaziergang – im Moment ist das unser langer Spaziergang, auf dem auch trainiert wird – zu lang.

Was macht der Stadthund da? Sie zog mich an der Leine zu einer Bushaltestelle, stemmte die Beinchen in den Boden, weigerte sich weiterzugehen und gähnte nachdrücklich.

Leider allerdings der Bus in die falsche Richtung. ;-) Übrigens eine Bushaltestelle, die wir noch nie benutzt haben, sie erkennt Bushaltestellen verschiedenster Bauweisen sehr sicher.

Montag, 11. Mai 2009

Das ultimativ haltbare (Mit)Bringsel

Steffi hatte uns ja über Ostern den Kalle ausgeliehen, und jetzt bekommen wir auch noch die tollsten Geschenke zum Dank!
"Zur Entschädigung", sagt Habca, "ich denke das ist alles für mich. Lecker, Bücher, habe ich lange nicht mehr gegessen."
"Aber nicht doch, kleine Maus. Die Steffi kennt Dich und Deine zerstörerischen Kräfte, sie hat Dir etwas ganz haltbares ausgesucht."

"Das wollen wir doch mal sehen..."

"... ob ich das nicht noch kaputt kriege!"


Wir halten Euch auf dem Laufenden. Bisher: volle Kaufempfehlung für den Ultimate Bone. Danke, Steffi!

Sonntag, 10. Mai 2009

Dummytraining

Vor ein paar Tagen haben wir mit dem Dummy trainiert. Habca hat doch noch die 250g- Version gekriegt, weil F. und sie mir schon seit Monaten in den Ohren lagen das 500g-Dummy sei ihnen zu schwer und zu groß. (Das kommt davon wenn man nicht gut in der Mitte reinbeißt!) Jedenfalls hatten wir mächtig Spaß, und was sollte man an einem langen Frühlingssonntag besseres tun als sich lustige Programme herunterzuladen (Colorator und iWatermark) und mit den Photos herumzuspielen? Hier also der tibetische Retriever und seine Dummywelt:

Legen wir los?

Nicht optimal getragen, aber sehr fotogen.


Der Hundeführer legt das Dummy aus, der tibetische Retriever passt mit stolzgeschwellter Brust auf.


"Apport!"


"Ich hab's!" (und richtig getragen)

Samstag, 9. Mai 2009

Hunderundenbericht


Eeeendlich bin ich dazu gekommen in der "was bisher geschah"-Sektion der Hunderundenseite die Fotos und einen kleinen Bericht von der vierten Hunderunde einzustellen: klick hier!
Sorry dass es diesmal so lange gedauert hat!

Für das nächste Treffen (31. Mai, Pfingstsonntag) habe ich schon eine besondere Idee, aber ich weiß noch nicht ob es klappt...

Freitag, 8. Mai 2009

Gebogen

Die komischsten Begegnungen habe ich mit anderen Hundehaltern. Mit der Zeit habe ich mich für folgendes Prinzip entschieden: Wenn der andere Hund angeleint ist, ist Habca auch angeleint, dann wird aber auch nicht gespielt, höchstens geschnüffelt. Ist der andere frei, so ist Habca auch frei, wenn nichts schwerwiegendes dagegenspricht (z.B. Läufigkeit), es kann gespielt werden, muss aber nicht (so viele Leute reden ihren Hunden ein, es müsste immer und mit jedem gespielt werden, bis diese Hunde überhaupt nicht mehr in der Lage sind, zivilisiert an einem anderen vorbei zu kommen).

Das führt nun dazu, dass ich entgegenkommenden Hunden angestrengt entgegenstarre, um zu sehen ob sie angeleint sind. Nicht, weil meine Augen schlecht wären, ich bin sogar etwas weitsichtig. Aber die Leute in unserer Frankfurter Gegend benutzen ausschließlich Flexileinen, und die sind manchmal echt schwer zu erkennen. Ein guter Trick ist, auf die Handhaltung der Menschen zu achten statt auf den Zwischenraum zwischen Mensch und Hund.

Vor ein paar Tagen kam uns also auf dem relativ schmalen Uferweg eine Frau mit Jack Russel entgegen, und nach einer Weile erkannte ich die Flexi, hielt an, sagte "Anleinen" zu Habca, suchte die Öse, gab ihr ihren Keks (unsere Version von der Fichtlmeiermethode des Anleinens ;-) ), und als ich mich wieder aufrichtete, sah ich gerade noch, wie die Frau sich mit Hund in die Büsche schlug. Ich überlegte, ob ich wieder Ableinen sollte, und sah zu Habca herunter. Und da standen Frau und Hund plötzlich direkt vor uns, kamen aus dem Gebüsch heraus und sie rief laut: "Ist Ihrer brav?" Dass Leute sich bei unserem Anblick in die Büsche schlagen, das bin ich ja schon fast gewohnt -aber das hier war wirklich seltsam. Ich begann ein Gespräch, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Ihr Hund war dreizehn Monate alt, und sie war äußerst besorgt, zog ihn die ganze Zeit nach hinten, von Habca weg, so dass er auf den Hinterbeinen stand und mit den Ärmchen ruderte. Habca mag so kleine Dinger ja und legte sich hin. Die Frau erzählte, dass ihr Hund auf andere Hunde immer frontal zurenne, und dass sie gelernt habe dass das unhöflich von ihm sei. Die Hundetrainerin habe ihr deshalb empfohlen, "Bögen zu laufen", ein bisschen komisch wär das ja schon, aber naja. ;-)

Lieb Hundetrainerin, falls Du hier liest, erinnere Dich doch bitte daran, dass Hundetraining zuerst immer Menschentraining heisst. Die Sache mit den Bögen, die hat hier eine Kundin noch nicht so recht verstanden, fürchte ich. Ich kann mir jedenfalls ein, zwei Hunde vorstellen, die nicht so amüsiert sind wenn Frau und Hund plötzlich vor ihnen aus dem Gebüsch auftauchen!

Donnerstag, 7. Mai 2009

Mitbringsel

Vor einer halben Ewigkeit war ich ja in Bristol, und ich habe Euch versprochen Euch zu zeigen was ich Habca mitgebracht habe. Ich hatte nämlich nach der Konferenz noch einen Tag Zeit durch die Stadt zu bummeln, die ein echtes Einkaufsparadies ist.

Zuerst bin ich durch Clifton gebummelt und habe dort einen Designerladen entdeckt, der auch Hundeleinen, Halsbänder, Hundekeksdosen und allerlei Krimskrams führte. Der Laden machte gerade erst auf, der Besitzer hörte ganz laut Rockmusik und sein junger samtweicher Spaniel spazierte auf dem Bürgersteig herum. Ich schaute alles genau an und entschied mich schließlich für einen großen rosafarbenen Wassernapf mit silbernem Knochen. Wassernäpfe kann man nie genug haben, finde ich. ;-)

Der Besitzer fragte, wo ich herkäme, Deutschland, das kenne er, welche Stadt denn? Frankfurt, sagte ich, und er erwiderte, das sei seine Lieblingsstadt, viele gute Erinnerungen verbinde er damit. Ich sei aber noch gar nicht lange da, erzählte ich, vorher hätte ich in Berlin gelebt. Oh, sagte er, das sei auch seine Lieblingsstadt, ob ich denn da geboren wäre? Nein, in Köln – und Ihr ahnt es schon: Köln liebe er auch ganz besonders, so schöne Zeiten hätte er dort gehabt.

Seitdem ich einmal tatsächlich ein Flugzeug verpasst habe, checke ich immer viel zu früh ein, und so bummelte ich am Nachmittag etwas gelangweilt durch die Supermärkte, Buchläden und Accesoires-Shops im Flughafen Bristol. Ob sich das Hündchen über einen Wassernapf überhaupt wirklich freut?, dachte ich, und strich gedankenverloren über ein paar billige Kuscheltiere, zwei zum Preis von einem. Die könnte sie kaputt machen! Andererseits waren die da drüben viel schöner, und so weich! Nicht wirklich hundegeeignet, mit der festen Nase und den Glasaugen... etwas teurer auch... aber ich fühlte mich selbst nicht gerade wohl, und hielt das kleine graue Stoffhündchen gerne fest. "Oh ist der nicht unglaublich niedlich!", rief die Kassiererin, und ich lächelte angestrengt und sagte dass ich keine Tüte bräuchte. "Aber Sie wollen doch nicht dass er schmutzig wird!", rief sie entrüstet, herzte das Tierchen und platzierte es vorsichtig in der Plastiktüte. "So bekommt er noch genug Luft!"

Der Rückflug war turbulent, es gab eine Sturmwarnung, und unauffällig hielt ich das weiche Stoffftier fest. "Du musst keine Angst haben!", flüsterte ich ihm zu. Er sagte mir, dass er Frickles heiße. Wir nennen ihn "Mister Frickles". Er wohnt im Badezimmerschrank (weil da selbst mein Dickkopf nicht stundelang vorsitzen mag) und am allerliebsten spielt er Verstecken. Das Kommando "Habca, nicht so arg" haben wir auch eingeführt, dann lässt sie von seiner Nase ab. Er ist wirklich herzig, oder?


Kitsch und Neufundländerbabies

Kitsch, las ich mal irgendwo, sei eine Darstellung der Welt, die ihre Zerissenheit und Traurigkeit leugnet. Manchmal ist es Leugnung, die unsere Seele braucht, oder Träumen, mit fest zugepressten Augen. Verkehrt ist das nicht, so lange man irgendwann wieder aufwacht.
Ich vergesse alles, was man Realität nennen könnte, und schau mir dieses Video an. Es macht mein Herz immer aufs Neue lächeln. Überall zugeben würde ich das deshalb aber noch lange nicht. Es gibt Gegenden, da spricht man eher darüber, dass der Kontakt mit Welpen im menschlichen Körper Oxytozin freisetzt, einen Botenstoff, der für Vertrauen und Wohlgefühl zuständig ist. Aber das scheint mir nicht mehr zu sagen als jeder in diesem Video sehen kann.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Jamming im Park

Wir haben heute morgen Frisbee gespielt. Gejammt, zum Spaß gespielt, nichts bestimmtes trainiert. Habca war mit vollem Einsatz und sichtlichem Vergnügen dabei.

Dienstag, 5. Mai 2009

Es gibt eine die zu Dir hält


Ich bin diesen Frühling kränklich, was neben vielen Nachteilen auch ein paar Vorteile hat: Ich arbeite nicht, bin zuhause, bei meinem Hund. Der schließt sich mir eng an, tapst mit mir vom Bett aufs Sofa aufs andere Sofa, und zwingt mich ab und zu rauszugehen. Wenn es zu arg wird klettert sie auf meinen Schoß und leckt mir nachdrücklich das Gesicht ab. Wer da nicht kichern muss, den kann man wohl gleich aufgeben. ;-) Dann rennt sie und holt ihr Knotentau, wirft es mir zu und fixiert mich.

Ein anderer Vorteil ist dass ich sehr viel lese, darunter natürlich eine Reihe Hundebücher. Besonders berührt hat mich Dog Years. A Memoir von Mark Doty. Es ist nicht wirklich ein Buch über Hunde, eher ein zurückhaltendes, sanftes Buch über sein Leben, das immer durch Hunde begleitet wurde. Es ist ein sehr trauriges Buch, aber auf eine tröstliche Weise traurig. Oft denke ich dieser Tage an einen Absatz, den ich Euch zitieren will:


He [sein Hund Beau] was a vessel. Himself, yes, plain, ordinary, and perfect in that sloppy dog way – but he carried something else for me, too, which was my will to live. I had given it to him to carry for me, like some king in a fairy tale, whose power depends upon a lustrous, mysterious beast, and who, without that animal presence, will wither away into shadow. I didn't understand till much later how I'd given that power to both of them, my two speechless friends; they were the secret heroes of my own vitality.


(Und wehe einer fragt wo auf dem Bild der Hund ist!)

Montag, 4. Mai 2009

Doga

Habca und ich üben Doga. Na gut, wir sind noch Anfänger. Wehe einer fragt jetzt wo da der Hund ist!

Sonntag, 3. Mai 2009

Spieletag

So, ich habe den Blog etwas vernachlässigt, aber jetzt sind wir wieder da. :-)
Heute war so eine Art "Bunter Abend" am Vormittag: Mit Steffi, Kalle und Bhyi-Bo sind wir auf die Niddawiesen gefahren und haben getrailt, gefährtet, Frisbees und Kongs geworfen, Obedience-Showeinlagen vorgeführt, im Modder geplanscht, und mächtig viel Spaß gehabt. Die Sonne hat geschienen, aber es war nicht zu heiß, und jetzt sind alle müde und glücklich. Herrlich!

Die Habca hat zum erste Mal jemand anderes außer mir, F. und Dixies Herrchen und Frauchen getrailt, und ich war gespannt, wie sie das finden würde - zumal Steffi aus mir unklaren Gründen (noch?) nicht Habcas große Liebe ist. Wir haben mit einem Basistrail angefangen, und da wurde schon klar, dass Steffi ein sehr gutes, motivierendes "Opfer" ist, das sich unter viel Rufen und Show davonmachte. Habca ist dementsprechend hochmotiviert hinterhergerannt, den Geruchsartikel nur minimal streifend. Dann haben wir einen längeren Trail um zwei Ecken ohne Sicht gemacht. Habca war ruhig, aber hochmotiviert am Start, ist zum ersten Mal ungeduldig selber ins Geschirr geschlüpft und sobald sie durfte losgallopiert. Ich habe sie genötigt, kurz die Nase ans Geruchsobjekt zu halten. Sie ist die ganze Strecke ohne Zögern oder Abweichen im Gallopp zu Steffi gerannt und war sichtlich stolz und zufrieden mit sich. ;-) Und ich natürlich stolz auf sie!

Auch ihr Frisbeespiel ist in der letzten Woche sehr gut: konzentriert und motiviert, mit guter Catchrate und überwiegend schönen sauberen Sprüngen. Ich werde mir mal überlegen müssen, wie es beim Frisbeespielen weitergeht: Ein paar Grundlagen fehlen uns, dafür kann sie schwerere Sachen schon sehr gut, und es ist wichtig für sie, das das Training nicht langweilig, aber auch nicht zu schwer wird.

Bhyi-Bo und Kalle haben im hohen Bewuchs gefährtet, ich fand es toll wie ruhig und konzentriert beide mit konstant tiefer Nase gesucht haben. Trotzdem habe ich mich dagegen entschieden, das mit Habca auch zu probieren, weil ich glaube sie könnte es mit dem Trailing durcheinander bringen: Immerhin gibt es da auch Menschenspuren, und mit ihr den Unterschied zwischen Bodenverletzungen verfolgen und Individualgeruch suchen zu diskutieren erscheint mir schwer...

Kalle hat auch Frisbee gespielt, und ich bin gespannt, ob Steffi mit ihm weiter trainiert... Sonst muss er halt ab und zu ins Trainingslager. ;-)

Bhyi-Bo hat uns dann noch seine Obedience-Künste vorgeführt. Ich fand es beeindruckend, wie ruhig das von statten geht. Wir arbeiten ja meist mit Gestik, hier ging es fast ganz ohne, und Steffi spricht auch wenig und leise. Bhyi-Bo sah man seinen Spaß an! Daran werde ich mit Habca auch wieder mal feilen, wir sind beide etwas ungeduldig und fürs Obedience nicht immer genau genug... Ich glaube, wenn Steffi nächstes Mal so ein Schema läuft, laufe ich mit Habca einfach hinterher.

So ist so ein Treffen auch immer gut zum Pläne schmieden und motiviert Mensch und Hund (gerade so ein Habs sieht es Sonntagsmorgens erst nicht unbedigt ein rauszugehen... aber wenn die Jungs zuschauen gibt sie natürlich alles!)